Publikationen

2000 – Airbrush Total, Deutschland (5/00
2001 – The Art Paper, Deutschland (7/01)
2002 – September, 11th. – International artists against terrorism”, USA – Autor: Sandy Sage
2003 – Vernissage Magazine, Toronto, Kanada (12/2003)
2004 – Poetic Inhalation, Arlington, USA (01/2004)
2004 – Websites – 100% loaded, Feierabend Verlag Berlin
2005 – The Who is Who of Professionals in Media Design, Washington D.C., USA
2005 – Augusto Fine Art – The Art Fix”, Miami / USA
2006 – Bare Back Magazine: „Reflections of Erotica Unleashed Into Reality“, USA
2012 – The Sow’s Ear Poetry Review, USA
2014 – Hedendagse Realisme – Niederlande
2015 – Art Alert – Ausgabe 1/15
2015 – Hedendaags Realisme 2015/16 – Website
2017 – Hedendaags Realisme III – Website

TV

Presse:

Kritik:

Kritik: Prof. Jost Funke
Hochschule für Künste Bremen und Juror der Kunsthalle Bremen: Eröffnungsrede zur Ausstellung in der Galerie “Andalusien Art”

“Vor den Bildern Brita Seiferts stelle sich als erster Eindruck ein:

Die Vollendung der Schönheit und zugleich
die Schönheit der Vollendung.

Assoziationen entstehen, die an Marcel Prousts “Im Schatten junger Mädchenblüte”denken lassen. Frauenkörper und Blüten erscheinen in vielfachen Varianten und Kombinationen.

In ihren Bildern hat die Künstlerin auf eine besonders zauberhafte und zugleich rätselhafte Weise Vertrautes in Geheimnisvolles verwandelt. Jedes Bild besitzt eine eigene magische Poesie, die sich einer vorschnellen Deutung entzieht. Diese poetische Grundstimmung durchzieht alle Bilder, die dadurch eine innere Verwandtschaft zeigen und somit eine Einheit in Vielheit bilden.
Es sind stets Zwischenreiche, in die uns die Bilder von Brita Seifert führen. Sie locken den verzauberten Betrachter in ein Niemandsland der Sinne, in Grenzgebiete zwischen

Tag und Traum, im Bild “Insomnia”
Wirklichkeit und Unwirklichkeit, im Bild “Bastet”
Bewegung und Stillstand, im Bild “Balance”
Zeigen und Verhüllen, im Bild “Tukka Yoots Riddim”
Schönheit und Verfall, im Bild “Turning into stone”
und schließlich zwischen Eros und Thanatos, im Bild “Little stinger”, in dem die Schönheit durch einen Skorpion bedroht wird.

In diesen Zwischenreichen klingen die ewigen Werte der “Conditio Humana” an, mit denen sich Kunst seit der Antike beschäftigt. Jedoch bleiben diese Werte immer in einer Art Schwebezustand und sind letztlich unerklärbar und enigmatisch.

Eine Erklärung hierfür gibt die Malerin selbst, wenn sie sagt:”…je privater und intimer, desto symbolhafter …”, das heisst, hinter jedem Bildthema verbergen sich vielfältige Bildgedanken, so wie sich hinter den Masken Gesichter verbergen, die uns unbekannt bleiben.

Darstellen und Verbergen sind bei Brita Seifert zwei Facetten ihrer Kunst, die sie gegeneinander ausspielt.
Für den Betrachter ihrer Bilder bedeutet dies, dass auch er “vielfältige Bildgedanken” haben kann und soll. Schliesslich ist ja jede Begegnung mit einem Kunstwerk eine triadische Kontellation, in der die Künstlerin über das Werk mit dem Betrachter kommuniziert. Erst wenn diese Konstellation gegeben ist, kann Kunst wirken und damit wirklich und wahrhaft werden.

Bei einer analytischen Betrachtung lassen sich die Arbeiten von Brita Seifert nach drei Kriterien beschreiben: nach Invention, Komposition und Realisation.

Die Invention erfasst die Themen und Titel der Bilder, zum Beispiel

sachliche Titel, wie “Lilien“
assoziative Titel, wie “Rosenkavalier”
narrative Titel, wie “Look at me”
Titel in fremden Sprachen
Sämtliche Titel aber haben wiederum die Besonderheit ebensoviel zu verbergen, wie sie anzuzeigen. Sie stellen Fragen, geben aber keine Antworten. Diese sollte mit seinen eigenen Assoziationen der Betrachter zu finden versuchen.

Die Komposition ist die Umsetzung der Invention. Brita Seifert arbeitet mit den Methoden

– der Nahsicht
– des Ausschnitts
– des Kontrasts
– der Lichtführung und der Lichtregie

und erreicht daher in ihren Bildern typische Klarheit und Präzision einer stringenten Bildsprache.

Die Realisation schliesslich beschreibt die Maltechnik, das Handwerkliche.

Brita Seifert hat eine besondere Form der Präzisionsmalerei entwickelt, die altmeisterlich ist und in welcher der Malvorgang hinter das Sujet zurücktritt. Sie erreicht dadurch einen hohen Grad an vollendeter Perfektion. Ihr bevorzugtes Material ist Acryl, das sie in den Arbeiten auf Papier mit Stifttechniken kombiniert.

Erst in der Verbindung mit Invention, Komposition und Realisation kann sich das entwickeln, das wir “Personalstil” nennen, die unverwechselbare, subjektiv künstlerische Artikulation einer Persönlichkeit (Buffon: Le style c’est l’homme meme).