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Neue BilderGeschrieben am 21.02.12, Zeit: 23:48 Uhr Bin nicht verschüttet.Geschrieben am 21.02.12, Zeit: 23:46 Uhr Sehr schweigsam ist es hier im Moment, aber das Leben überrollt mich gerade. Dieses Jahr hatte mit einem schönen Ausstellungsangebot begonnen und ich habe hier gesessen und mich gefreut. Von Herzen. Dann kam das nächste Angebot. Und noch eins. Und noch eins. Jedes besser als das vorherige. Man mag vielleicht im ersten Augenblick völlig von Glück geflutet sein, denn es tun sich Perspektiven auf, von denen man lange geträumt hat, die aber in den letzten Jahren einfach nicht zu realisieren gewesen wären. Dann kommt das Nachdenken: Wie soll das zu schaffen sein? Eigentlich fast unmöglich neben all dem, was man sonst auf seinen Schultern trägt. Überlegt, wo man dem Tag hier und dort noch eine zusätzliche halbe Stunde abknapsen kann. Und kommt bei all der Grübelei doch auf keinen grünen Zweig. Aber dann... krempelt man die Ärmel hoch, stellt das Telefon aus, Internet auch, und los geht´s. Zeit ist gerade sehr, sehr kostbar für mich. Fühle mich im Moment ein bisschen wie der Esel, dem man eine Mohrrübe vor´s Gesicht bindet, damit er sich in Bewegung setzt. Und wie der Esel habe ich am Ende die Hoffnung, dass die Mohrrübe mein wird. Anruf aus dem NirgendwoGeschrieben am 15.02.12, Zeit: 20:37 Uhr Als ich heute das Büro verließ, fand ich 5 Anrufe in Abwesenheit auf meinem Handy. Unterdrückte Rufnummer. Sehr hilfreich. Das sind Momente, da geht schnell die Phantasie mit mir durch: vielleicht liegt der Anrufer blutend und halb tot im Strassengraben und hat mit letzter Kraft meine Nummer gewählt? Immerhin... er hat mir noch auf den Anrufbeantworter gesprochen, nämlich das: "Hallo! Hallo?" Toll. De PlaszakGeschrieben am 06.02.12, Zeit: 23:01 Uhr Hier ist das Thema seit einem halben Jahr in aller Munde. Man schimpft darüber, privat und öffentlich, schüttelt verständnislos den Kopf, es hilft nur nichts. Alles längst beschlossen und bereits im Einsatz. Es geht um den Plaszak. Plas steht für Pfütze, Tümpel, Teich, aber auch Urin. Und Zak ist ein Sack. Verbinden Sie beide Wörter, dann kommen Sie drauf: Plaszak ist eine Pinkeltüte. Etwas vornehmer kennt man ihn auch unter dem Namen "TravelJohn". Wo braucht man denn sowas, werden Sie jetzt vielleicht denken? Auch wenn der Gedanke nahe liegt: nicht beim Camping. Glaube ich jedenfalls. Dafür aber in den neuen Sprinter-Zügen, die in den Niederlanden auf Kurzstrecken eingesetzt werden. Solche Kurzstrecken können, wie z. B. auf der Route Roermond - Nijmegen auch mal zwei Stunden dauern. Wenn der Zug pünktlich ist. Gern aber auch länger. Diese neuen Züge, die man für zig Millionen in Deutschland bauen ließ, haben nämlich aus Kostengründen keine WC´s mehr. So die offizielle Erklärung. Wobei "aus Kostengründen" meint: lässt man die WC´s weg, dann passen mehr Leute in den Zug. Ergo lässt sich mehr Geld verdienen. An das "Transportgut Mensch" hat man dabei überhaupt nicht gedacht. Und schon gar nicht daran, dass möglicherweise während einer Zugfahrt Bedürfnisse entstehen können. Ganz besonders dann, wenn Reisen wegen Totalausfällen oder Verspätungen doch länger dauern als geplant. Ach, und da wäre noch das Zugpersonal... Habe neulich in der Zeitung gelesen, dass die Männer leere Plastikflaschen mit zur Arbeit nehmen. Wie sich die Frauen behelfen... ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Nun also fahren diese Züge landauf, landab, und für den allergrößten Bedarf hat die Niederländische Bahn jetzt den Pinkelsack eingeführt. Und das geht so: Wenn Sie in einem niederländischen Zug demnächst vom Kontrolleur freundlich nach der Fahrkarte gefragt werden, dann können Sie dort Ihre Bestellung aufgeben: "Een Plaszak, alstublieft". Natürlich brauchen Sie Ihre Notdurft nicht vor aller Augen verrichten. Man wird Sie in ein leeres 1.-Klasse-Abteil führen, notfalls in den Personalraum des Zugpersonals oder - falls nicht vorhanden - in das Abteil des Lokführers. Ist doch pures Abenteuer, nicht wahr? Ein wenig Wild-West-Romantik. Die alten Goldgräber-Züge nach Sacramento hatten sicher ähnlichen Komfort. Nur hat man da den Schniedel wahrscheinlich gleich aus dem Fenster gehalten. Fahrgastverbände plädieren mittlerweile für das Aufstellen von Dixie-Klos in den Zügen. Einen ganz schicken Gedanken hatte der Grün-Links Abgeordnete Van Gent. Er twitterte zum Thema: “Zijn ze bij NS van de pot gerukt?”, was sinngemäß bedeutet, ob sie bei der niederländischen Staatsbahn noch ganz dicht sind, wörtlich aber „vom Topf gerissen“ bedeutet. Und das passt doch wunderbar, oder? Abschließend noch ein kleines Video zum Plaszak - damit Sie sich schon mal drauf einstellen können, falls Sie eines Tages mit der Niederländischen Bahn unterwegs sind. Kleiner Nachtrag: Auf höchstrichterlichen Beschluss wurde die Niederländische Bahn nun dazu verurteilt, die Züge mit Toiletten nachzurüsten. Der Zeitrahmen wurde sehr großzügig abgesteckt. Nämlich bis 2025, bis dahin muss jeder niederländische Zug wieder über wenigstens eine Toilette verfügen.
Neues von der StaffeleiGeschrieben am 04.02.12, Zeit: 23:05 Uhr
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